Bildungsangebote

"Wenn diese Mauern sprechen könnten":

Ein Porträt der Konsumgenossenschaft "Vorwärts" Münzstraße in den Bergischen Blättern

Gäbe es den alten Güterbahnhof am Heubruch noch und man stiege dort aus, so wäre das Erste, was einem ins Auge stechen würde, das ehemalige Kontor- und Lagerhaus der einstigen Konsumgenossenschaft „Vorwärts“. Die schöne Jugendstilfassade des Hauses mit den teils unbearbeiteten Sandsteinen, den Pilastern und Kapitellen und dem schönen Mansardendach war zu Beginn der Industrialisierung einst Zentrale und Visitenkarte der Arbeiterbewegung in Wuppertal und besitzt daher symbolischen Charakter. Zu Beginn der Industrialisierung war die Lebensqualität der Arbeiter sehr niedrig: Sie lebten meist in kleinen, schlecht ausgestatteten Wohnungen und litten unter den schlechten Arbeitsbedingungen. Zudem waren sie, um ihre Familien mit Lebensmitteln versorgen zu können, vom Einzelhandel abhängig, der die Waren oftmals falsch abwog, sie mit unappetitlichen Zusätzen streckte und sie dann zu unfairen Preisen verkaufte.
Die ungerechten Lebensbedingungen waren für die Arbeiter Anstoß, sich solidarisch zusammenzuschließen, um die Versorgungslage in die eigenen Hände zu nehmen."

Der vollständige Artikel ist in der Printausgrabe 23/2007 erschienen.